Sozusagen die Krone des Plastikmodellbaus stellt das sogenannte “Kitbashing” dar. Es ist eine besonders kreative Form des Modellbaus, bei dem Teile verschiedener Bausätze (englisch: kits) kombiniert werden. Dabei können auf der einen Seite der Skala unauffällige Variationen von Originalbausätzen entstehen, auf der anderen Seite werden völlig neue Fantasiemodelle, die nichts mehr mit den Originalbausätzen zu tun haben, geschaffen. Diese Form beim Plastikmodellbau wird besonders häufig in der Filmindustrie angewendet. Modelle für Trickaufnahmen in Spielfilmen sind oftmals auf diese Weise entstanden. Das Ergebnis eines solchen Kitbashing vermittelt einen sehr realistischen Eindruck und kann selbst moderne Computeranimationen übertreffen. Vielfach werden Modelle, um sie anschaulich präsentieren zu können, in eine maßstabsgetreue Landschaft eingebaut. Das Ergebnis nennt man ein Diorama. Ein gutes Beispiel für solche Dioramen sind die zahlreichen Modelleisenbahnanlagen, die sich gerade in der Weihnachtszeit bei Jung und Alt großer Beliebtheit erfreuen. Die größte derartige Anlage dieser Art ist die “Miniwelt” in Hamburg. Auf dieser Anlage fahren sogar maßstabsgerechte Schiffe in richtigem Wasser.
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